Liebe Landslüt, chers Compatriotes,

Wir gedenken unserer im Jahre 2006 ver­storbenen Mitglieder Herrn Ernst Fried­rich im 78. Lebensjahr, 14 Jahre Mitglied und Herrn Fritz Kaufmann im 81. Le­bensjahr, 51 Jahre Mitglied. Herr Kauf­mann hat sich während seiner langen Mitgliedschaft tatkräftig für die Belange unserer Gesellschaft eingesetzt und un­sere Aktivitäten immer mitgetragen.

Wir vermissen ihn sehr. Im Februar dieses Jahres verstarb Herrn Rolf Dieter Wirz im 60. Lebensjahr, 14 Jahre Mitglied. Herr Wirz war der Bruder unseres Vorstands­mitgliedes Frau Gisela Herrmann. Den Verstorbenen werden wir ein ehrendes Andenken bewahren.

Der Vorstand hat in einer Sitzung und in enger Abstimmung per Telefon oder E-Mail die Geschäfte der Schweizer Gesell­schaft Frankfurt am Main geführt. Ich danke meinen Kolleginnen und Kollegen für die sehr gute und effiziente Zusam­menarbeit.

Unser Heft mit den Jahresberichten 2001 - 2005 hat grossen Anklang gefunden. Wir danken den Mitgliedern, die uns einige Berichtigungen zu dem Mitgliederver­zeichnis in dem Heft gemeldet haben.

Wir haben im vergangenen Jahr wiederum 6 Veranstaltungen durchgeführt. Viele unserer Mitglieder haben bei der Durch­führung unserer Veranstaltungen mitge­holfen. Hierfür danken wir sehr herzlich. Auch für Anregungen unserer Mitglieder sind wir immer dankbar.

Der Neujahrsempfang am 15.1.2006 war gut besucht. In seiner Ansprache gab Herr Konsul Hardegger einen ausge­zeichneten Überblick über die Lage der Schweiz und die zukünftigen Herausfor­derungen Die zahlreichen Teilnehmer waren guter Stimmung, und es gab viele interessante Gespräche.

Die Mitgliederversammlung fand am 10.3.2006 statt. Der gesamte Vorstand wurde wieder gewählt. Herr Richard Ro­chat wurde als weiterer Beisitzer gewählt. Wir danken den Mitgliedern für das uns entgegengebrachte Vertrauen.

Wir freuen uns über jeden Teilnehmer an dieser Veranstaltung, die ja eine gute Ge­legenheit ist, sich über unser Vereinsleben zu informieren. Auch die anschliessende fröhliche Fondue-Runde war einen Be­such wert.

Das Ziel unseres Moselausfluges am 21.5.2006 war das Weingut Stefan Ritz in Trittenheim, aus dem unser Mitglied , Frau Theresa Däscher stammt. Frau Dä­scher hatte für eine gute Vorbereitung zum Empfang gesorgt. Bei gutem Wetter konnten wir unter kundiger Führung ei­nen Blick auf die Weinberge an den Steil­hängen der Mosel werfen. Bei einem köstlichen Mittagessen mit Steaks vom Grill, von Herrn Stefan Ritz und Familie persönlich zubereitet, konnten wir einige Weine probieren und viel über die Lage des Weinbaus in dieser Region erfahren. Der Tag klang mit einem Spaziergang durch Traben-Trarbach aus.

Unsere 1. August Feier fand am 29.7.2006 in dem gewohnt gediegenen Rahmen des Gästehauses der Universität Frankfurt statt. Herr Generalkonsul Julius Anderegg eröffnete mit seiner Ansprache den offi­ziellen Teil. Er zeichnete ein prägnantes Bild der Lage der Schweiz im Inland und gegenüber dem Ausland, insbesondere der Europäischen Union. Die Beziehungen zu Deutschland seien ausgezeichnet und der wirtschaftliche Austausch bewege sich auf hohem Niveau. Herr Anderegg ging auch auf die sportlichen Erfolge der Schweiz ein, die sich insbesondere in der Teil­nahme an der Fussball Weltmeisterschaft zeigten. Ein Alphornquartett unter Lei­tung des Schweizers Patrik Steigmeier be­gleitete den anschliessenden Festteil. In dem fahnengeschmückten Festzelt, aber auch im Freien konnten die zahlreichen Teilnehmer Bratwürste und Steaks vom Grill sowie die vielen mitgebrachten Sa­late und Desserts geniessen. Über die vielen anwesenden Kinder haben wir uns sehr gefreut. Wir danken für Ihre Fest­beiträge und insbesondere für die Spen­den der Nestlé, der UBS und des Crédit Suisse Asset Management, die uns eine würdige Ausgestaltung der Feier ermög­lichten.

Ein besonderes Ereignis war unser kultu­reller Abend am 22. September 2006. Der Schweizer Schauspieler Peter Bamler kam aus München angereist und bot uns eine

von ihm gestaltete, mitreissende Lesung von „Michels Brautschau“ von Jeremias Gotthelf. Er stellte die prägnanten Cha­raktere dieser Novelle aus dem bäuerli­chen Leben im frühen 19. Jahrhundert so lebhaft dar, dass sie bildlich vor uns ent­standen.

Während einer Pause offerierte uns Kurt Toenz, Ehrenmitglied und früherer Präsi­dent, eine köstliche, von ihm zubereitete Berner Platte. Wir danken sehr herzlich. Sowohl Peter Bamler als auch Kurt Toenz erhielten lebhaften Applaus.

Am folgenden Tag fand das traditionelle Rütlischiessen unserer Schützensektion mit guter Beteiligung und ausgezeichneten Ergebnissen statt. In diesem Jahr (2007) entfällt das Rütlischiessen, da unsere Schützen ein internationales Vergleichs­schiessen veranstalten, das sich für eine Publikumsbeteiligung nicht eignet.

Unsere Adventfeier am 9.12.2006 wurde wiederum musikalisch umrahmt. Die Ge­sangspädagogin Alice Akeret, seit vielen Jahren unser Mitglied, präsentierte ihren Schüler Manfred Herrmann, Bariton, mit weihnachtlichen Liedern von Peter Cor­nelius und Bach/Gounod. Am Klavier begleitete Renata Teban. Zu der angereg­ten und harmonischen Stimmung wäh­rend des Festmahls und danach trug auch ein Lied aus dem „Feuerwerk“ des Schweizer Komponisten Paul Burkhard bei.

Unsere Mitgliederzahl hat sich mit 210 weiter gut gehalten. Wir verzeichneten 10 Abgänge und 10 neue Mitglieder.

Im Mai habe ich an der ASO Tagung der Schweizer Vereine in Deutschland in Pforzheim teilgenommen. Die Schweizer Gesellschaft Pforzheim mit ihrer Präsi­dentin Brigitte Leich hat diese Veranstal­tung hervorragend organisiert und ein sehr ansprechendes Rahmenprogramm geboten. Hauptthemen waren:

-     Die Gestaltung der Teilnahme der Auslandschweizer an den eidgenössi­schen Abstimmungen. Diskutiert wird ein e-mail voting. Es gibt 105000 Stimmbürger im Ausland, die Grös­senordnung eines mittleren Kantons

-     Die Straffung der konsularischen Ver­tretungen der Schweiz im Ausland,

-     u.a. die Schliessung des Generalkonsu­lates in Dresden

-     der konsularische Schutz im Ausland z.B. auch bei Naturkatastrophen

-     Veränderungen bei Soliswiss, der AHV und dem Reisepass über die auch jeweils in der Schweizer Revue berichtet wird.

Unsere Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Generalkonsulat in Frankfurt ist ausgezeichnet. Herr Gene­ralkonsul Anderegg, Herr Konsul Har­degger und Frau Konsulin Singenberger und deren Mitarbeiterinnen und Mitar­beiter nehmen regen Anteil an unseren Aktivitäten und geben viele wertvolle An­regungen. Hierfür danken wir herzlich.

Im Anschluss an die heutige Mitglieder­versammlung wird Herr Dr. Kaufmann über das Schweizer und deutsche Ehe­recht informieren.

Soweit der Jahresbericht 2006

Ganz aktuell möchte ich Ihnen mitteilen, dass Frau Gisela Herrmann als Kassiere­rin für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung steht. Sie kandidiert jedoch weiterhin als Beisitzerin im Vorstand.

Liebe Frau Herrmann, Sie sind seit 1990 im Vorstand und 1991 haben Sie das Amt der Kassiererin übernommen. Sie haben diese arbeitsreiche Aufgabe über die lan­gen Jahre hinweg sehr zuverlässig und mit grossem Engagement ausgeführt. Bei un­seren Veranstaltungen waren Sie stets der gute Geist, der unsere Tafel geschmückt und reichlich gedeckt hat. Sie wissen auch stets was zu tun ist, und so freuen wir uns, dass Sie sich zur Wiederwahl als Beisitze­rin im Vorstand stellen.

Auch im Namen meines Vorgängers, Herr Kurt Toenz, dank ich Ihnen sehr herzlich für Ihre Einsatzbereitschaft in diesem Amt und Ihre Unterstützung des Vorstandes bei seinen Aufgaben. Als Zeichen unseres Danks darf ich Ihnen ein Präsent von Schweizer Weinen, ausge­sucht von Herrn Christian Schenk, und einen Blumenstrauss überreichen.

Unser Schriftführer, Herr Oliver M. Brupbacher, hat im Hinblick auf seine Rückkehr in die Schweiz im Sommer die­ses Jahres mitgeteilt, dass er für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung steht. Sicherlich bis Jahresende ist er aber noch unser Mitglied.

Lieber Oliver, mit Deiner Wahl bei der Mitgliederversammlung 2005 begann Deine sehr erfolgreiche Tätigkeit als Schriftführer. Du hast nicht nur die sehr präzisen Protokolle geführt, sondern auch den Rundschreiben und Einladungen ei­nen neuen Geist eingehaucht. Du warst kreativ und hast in Deinem Amt und bei unseren Veranstaltungen hart und effi­zient mitgearbeitet. Auch aufgrund Dei­ner ruhigen, freundlichen und hilfsberei­ten Art hast Du eine grosse Popularität bei unseren Mitgliedern und im Vorstand gewonnen. Wir danken Dir ganz beson­ders herzlich für Deine kometenhafte und hoffentlich auch unvergessliche Tätigkeit in der Schweizer Gesellschaft Frankfurt am Main. Wir werden Dich sehr vermis­sen, wünschen Dir aber für Deinen zu­künftigen Weg in der Schweiz viel Glück und Erfolg.

Deinen Abschiedsschmerz möchten wir mit ein paar guten Schweizer Tropfen lin­dern und die Vorfreude auf die Schweiz wecken.

Frankfurt, 23. März 2007

Helmut Rössinger, Präsident